.. und immer flexibel bleiben!

Erstellt am Sonntag, 08. Januar 2012

Wir hätten ja mit vielem gerechnet, nicht aber mit dem Wunsch unsere Tochter, uns vielleicht auf die große Reise über die Seidenstraße 2012/13 zu begleiten. Noch nie hat sie mit uns auch nur eine Wochenendtour gemacht, ständig waren andere Events oder Freunde wichtiger und nun kurz vor Weihnachten das. Unsere 20-jährige Tochter denkt daran, mit ihren Eltern mit dem eigenen Motorrad auf Weltreise gehen.
Das Risiko ist uns dann aber doch zu groß, vielleicht nur auf eine Laune hin unsere Tochter mitzunehmen. Die Verlockung ist aber auch zu stark, so eine Chance einfach verstreichen zu lassen. Ein Motorrad hat sie, würde auch gut passen, denn wie Susanne fährt sie eine Transalp. Aber bisher war das Motorrad nur 2. Wahl, wenn das Auto nicht zur Verfügung stand.

So haben wir die Weihnachtstage hin und herüberlegt und haben einen Kompromiss gefunden. Wir werden Ende März mit ihr einen vollen Monat in Marokko Test-Abenteuern. Anfahrt ab Spanien auf eigener Stolle und dann zu dritt - jeder mit eigenem Motorrad - über den hohen Atlas an den Rand der Sahara, zu die schönen Pässe im Süd-Westen Tizi'n'Test und Tizi'n'Tiska, nach Ait-Benhaddoun und die Königsstädte stehen auf dem Programm.

Sollte das klappen und ihr Studienbeginn ein Jahr verschoben werden, nehmen wir als Familie die Seidenstrassentour in Angriff. Der neue Zeitplan für den Start des Seidenstrassen-Abenteuers ist in jedem Fall dann Ende Dezember, genauer gesagt peilen wir den 2. Weihnachtsfeiertag an - ganz sicher zu zweit oder vielleicht sogar zu dritt.

"Natürlich" müssen wir dann den Reiseverlauf an den geänderten (winterlichen) Startzeitpunkt anpassen: Wir starten in Krefeld Richtung Genua, dann mit der Fähre nach Tunesien, weiter über Libyen, Ägypten, Jordanien und vielleicht Syrien, wenn die arabische Revolution auch dort zu einem hoffentlich friedlichem Ende gekommen ist. Falls Syrien nicht zur Ruhe gekommen sein sollte, müssen wir eine Alternative finden, um in die Türkei auf unsere ursprüngliche Route zu kommen. Wahrscheinlich wird es der Seeweg über das Mittelmeer werden.

Die Verschiebung hat noch einen weiteren Vorteil: zum jetzigen Zeitpunkt wäre uns die Reise durch den Iran zu riskant. Weltpolitisch schaukelt es sich gerade mal wieder weiter auf und wir hätten den Iran umfahren müssen. Aber gerade der Iran ist ein Kernstück der Seidenstrasse und wir haben von so vielen Iran-Reisenden nur Gutes über ihre Reise erfahren. Vielleicht spielt hier die Zeit uns mal in die Hände, so wie hoffentlich auch in Syrien. Ansonsten, wenn "alle Stricke reissen": die nördliche Umfahrung des Kaspischen Meeres in die zentralasiatischen Staaten. Es gib immer einen Weg ...

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Noch auf ihrem ersten Moped, einer Derbi 125, beim Ausüben der bürgerlichen Pflichten ;-)

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